Bildung für nachhaltige Entwicklung – ein Thema, das evangelische Schulen weiterbringt

Netzwerke, Kurse und Materialien

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) spielt im deutschen Schulwesen eine immer größere Rolle. Kinder und Jugendliche wachsen in eine Welt hinein, die vor großen ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen steht. Schulen sind wichtige Orte, an denen sie lernen können, damit verantwortungsvoll umzugehen. Auch auf Bundesebene wird dieses Thema weiter vorangetrieben. In den BNE-Gremien auf Bundesebene entstehen derzeit viele neue Impulse, etwa zur Stärkung von Demokratiebildung, zu Kooperationen mit Kommunen und Hochschulen oder zu Formaten, in denen Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden, etwa in nachhaltigen Schülerfirmen. Diese Entwicklungen zeigen, wie breit BNE inzwischen gedacht wird.

Für evangelische Schulen liegt darin eine besondere Chance. Die Leitideen der Bewahrung der Schöpfung, der Gerechtigkeit und der Ermutigung junger Menschen prägen ihr Selbstverständnis ohnehin. BNE bietet dafür eine Sprache und Struktur, die helfen kann, dieses Profil weiterzuentwickeln und im Schulalltag sichtbar zu machen. Es geht darum, Kinder und Jugendliche darin zu unterstützen, globale Zusammenhänge zu verstehen, ihre eigene Wirksamkeit zu entdecken und im Kleinen wie im Großen Verantwortung zu übernehmen – ganz im Sinne einer Bildung, die aus dem Glauben heraus in die Welt hineinwirkt.

Um den Einstieg zu erleichtern, gibt es inzwischen mehrere niedrigschwellige Angebote. Der kostenlose Onlinekurs BNEhoch3 führt verständlich in zentrale Themen und Methoden ein und eignet sich gut für Kollegien, die sich Schritt für Schritt mit BNE vertraut machen möchten. Für Schulen, die konkrete Projekte umsetzen wollen, lohnt sich außerdem ein Blick auf das Programm youstartN der Stiftung Bildung. Es fördert nachhaltige Schülerfirmen und ermöglicht jungen Menschen, eigene Ideen zu verfolgen. Die Antragstellung ist in diesem Jahr noch unkompliziert möglich – ein guter Anlass, Nachhaltigkeit praktisch erlebbar zu machen. Materialien zur Unterstützung, eine Schülerfirma zu gründen, gibt es in der Toolbox des „Ideenlabs“ der DKJS.

Diese Materialien unterstützen Schüler:innen sowie Lehrkräfte dabei, Ideen für eine Weiterentwicklung der gemeinsamen, nachhaltigen Schüler:innenfirma zu sammeln. Das Material umfasst drei PDF-Plakate, die ausgedruckt werden können und/oder digital beschreibbar sind. Wir empfehlen die Arbeit mit Post-its, um die ausgedruckten Plakate so nachhaltig und langlebig wie möglich einzusetzen.

Zudem stehen evangelischen Schulen zwei hilfreiche Netzwerke zur Seite. Die Plattform religlobal bietet Materialien und Fortbildungen, die globales Lernen mit interreligiösen Perspektiven verbinden und so reichhaltige Gesprächsanlässe eröffnen. Das ökumenische Netzwerk Eine Erde, das Akteure aus Kirche, Umwelt- und Sozialbewegung zusammenbringt, setzt sich für Klimagerechtigkeit und Schöpfungsverantwortung ein. Es bietet eine Plattform für Austausch, Vernetzung und theologische Reflexion.

All dies zeigt: BNE ist nicht nur ein bildungspolitisches Schlagwort, sondern ein Feld, in dem evangelische Schulen ihre Stärken besonders gut einbringen können.

Zu guter Letzt folgt die Bitte um Verbreitung der Stiftung Bildung. Bewerbungen auf einen Platz für das Jugendforum youpan, sind bis zum 4. Januar möglich.